Am Mittag des 7. Oktober 1944 brach vor dem Krematorium III im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau eine Revolte aus. Mehrere Dutzend Häftlinge des sog. Sonderkommandos gingen mit Waffen und Steinen auf die SS-Offiziere los. Andere versuchten, die Krematorien mit selbst gebauten Granaten in Brand zu setzen. Es war der einzige bewaffnete Aufstand, der im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau stattgefunden hat.
Die Rolle des Sonderkommandos und die Technik der industriellen Tötung sind die beiden inhaltlichen Schwerpunkte unseres Kinofilms. Bei dem Sonderkommando handelte es sich dabei um eine Gruppe von Juden, die von der Lagerleitung zur Arbeit in den Gaskammern und Krematorien bestimmt wurden. Für die anderen Lagerinsassen, von denen sie streng isoliert wurden, galten diese Juden häufig als Handlanger der Täter.

Die hohe Zahl der in Auschwitz Getöteten ist ein Argument der Holocaustleugner. Sie bezweifeln, dass es überhaupt möglich war, mehr als 10.000 Menschen am Tag zu töten und ihre Leichen zu beseitigen. Wie es den Nazis gelang, mit dem Sonderkommando, mit industrieller Krematoriumstechnik, mit genauer Planung und brutaler Organisation die hohe Mordrate zu erzielen – auch das zeigt unser Film.
Da es fast keine Foto- und Filmaufnahmen aus Auschwitz gibt, haben wir den Film mit Graphic Novels von Vincent Burmeister illustriert.
»Aufstand in Auschwitz« ist eine Koproduktion von TeleFactory, Digim und WTS. Der Film kommt im April/Mai 2026 in die Kinos. Im Januar 2027 zeigt Arte eine 52-minütige Kurzversion.